Jurek Dybal

Jurek Dybal hat sich als international gefragter Dirigent mit charismatischer Persönlichkeit, als zielstrebiger Festivalleiter und Organisator sowie auch als Musiker der Wiener Philharmoniker längst einen hervorragenden Ruf erworben. Er stand am Pult von Klangkörpern wie dem Wiener Kammerorchester, dem Wiener Concert-Verein, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, der Bayerischen Kammerphilharmonie, dem Kuopio Symphony Orchestra, dem Tschechischen National-Symphonieorchester sowie zahlreicher polnischer Orchester, darunter die Rundfunkorchester von Katowice und Warschau, die Sinfonia Varsovia und das Orchester der Krakauer Philharmonie. Er hat dabei prominente Solisten wie Gidon Kremer, Erwin Schrott, Martin Grubinger und Xavier de Maistre begleitet.
Offen für ungewöhnliche Projekte mit Jazz, Folk, Welt- und Filmmusik, kreierte er darüber hinaus Multimedia-Aufführungen sowie Flashmobs u.ä., welche die Musik des 20. und 21.
Jahrhunderts auf unkonventionelle Weise präsentierten und arbeitete mit prominenten Schauspielern, Choreographen und Bühnenbildnern zusammen.
Mit ganz besonderem Elan setzt sich Jurek Dybal für die Verbreitung und Interpretation polnischer Musik aller Epochen ein, die von Auftritten mit Musik des „Polnischen Händel“
Grzegorz Gerwazy Gorczycki mit dem Concerto Köln bis zu Ur- und Erstaufführungen von Werken etwa Krzysztof Pendereckis.
Seine Aufnahmen sowohl als Kammermusiker wie auch als Dirigent wurden von verschiedenen renommierten Firmen veröffentlicht, darunter Sony Classical sowie polnische, belgische und japanische Labels, und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Die 2016 veröffentlichte CD Oriental Trumpet Concertos mit dem Solisten Gábor Boldoczki und der Sinfonietta Cracovia unter Jurek Dybal wurde beim International Classical Music Award zum besten zeitgenössischen Album gekürt und errang in der Folge den ECHO Klassik Preis; die jüngste
CD mit den beiden Chopin-Klavierkonzerten mit dem Pianisten Szymon Nehring, dirigiert von Penderecki und Dybal, erhielt den Pizzicato Supersonic Award und den Joker Award des
Magazins Crescendo.
2010 bis 2012 war Dybal außerdem Professor an der Dresdner Musikuniversität. Als Operndirigent hat Jurek Dybal mit großem Erfolg Werke von Gluck bis Penderecki geleitet.
Kürzlich hat er die Wiederaufnahme von „Wagners Nibelungenring für Kinder“ dirigiert, eine Produktion der Wiener Staatsoper. Außerdem wurde die von ihm geleitete Aufführung von
Pendereckis „Ubu Rex“ an der Schlesischen Oper mit dem renommierten Opern Preis Goldene Maske 2017 ausgezeichnet und er persönlich bekam als bester Operndirigent in Polen 2017 den Jan-Kiepura-Preis verliehen.
Dybal ist Gründer und Direktor des Internationalen Krzysztof Penderecki Musikfestivals Level 320, das im historischen Saal des Bergwerksmuseums Guido in Zabrze 320 Meter unter der Oberfläche stattfindet. Seit 2014 ist Jurek Dybal Generaldirektor und Chefdirigent des Orchesters der Königlichen Hauptstadt Krakau – Sinfonietta Cracovia und war mit diesem
Orchester bereits bei Gastspielen und auf Tourneen in zahlreichen Ländern Europas und Asiens zu erleben.